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Peter Hansen – Mitglied der Fünen-Maler und überzeugter Kolorist

Obgleich Peter Hansen an der Königlich Dänischen Kunstakademie angenommen wurde, entschloss er sich gegen ein klassisches Studium der Malerei und brach mit den bisherigen Traditionen. Er wollte etwas neues und wurde so über die Zeit für sein kraftvolles und impressionistisch-naturalistisches Kolorit bekannt. Hansen war wichtiger Teil der “Fyn Malern”, denen er Zeit seines Lebens treu blieb und bis heute einer ihrer bekanntesten Vertreter ist.

Leben & Ausbildung

Die Ausbildung Peter Hansens begann mit einem Studium an der Technischen Universität in Kopenhagen bei Henrik Grønvold und setzte sich durch eine Malerlehre bei seinem Vater – einem Dekorationsmaler – 1883 fort. 1884 – 1890 schrieb er sich an der Kunstnernes Frie Studieskoler unter Christian Zahrtmann ein und besuchte diese auch Jahre nach seinem Abschluss immer wieder. 1890 war er als Stenographengehilfe im dänischen Reichstag wie auch Theatermaler bei Thorolf Pedersen am Königlichen Theater von Kopenhagen angestellt und besuchte 1892 die Niederlande. 1894 wurde er Mitglied bei den Frie Udstilling und begab sich 1899 auf eine erneute Studienreise nach Rom und Olevano. Es folgten weitere Reisen nach Neapel, Pompei, Civita d’Antino, Belgien, Paris, Rom und den Niederlanden.

Ab 1905 verbrachte er die Sommermonate regelmäßig in Faaborg und die restliche Zeit des Jahres in seinem Wohnsitz in Kopenhagen. Das Elternhaus Hansens in Faaborg wurde zum Treffpunkt der Fünen Kunstkolonie um den Kern von Fritz Syberg und Johannes Larsen. Die Gruppe wurde finanziell von Wilhelm Hansen, einem Freund Hansens aus Kindertagen unterstützt. 1909 bildete er sich durch den Besuch der Kunstnernes Statsunderstøttede Croquisskole weiter und nahm zwischen 1915 – 1919 an der Grønningen Ausstellung teil.

Peter Marius Hansen

  • * 13. Mai 1868 (Faaborg) † 6. Oktober 1928 (Faaborg)
  • 1883 Studium an der Technischen Universität Kopenhagen bei Henrik Grønvold und Malerlehre beim Vater in Faaborg
  • 1884 – 1890 Studium bei Christian Zahrtmann an der Kunstnernes Frie Studieskoler
  • 1891 – 1896 Regelmäßiger Besuch der Kunstnernes Frie Studieskoler
  • ab 1890 Anstellung als Theatermaler bei Thorolf Pedersen am Königlichen Theater
  • 1892 Studienreise in die Niederlande
  • 1893 Teilnahme an der Weltausstellung in Chicago
  • ab 1894 Mitglied bei Den Frie Udstilling
  • ab 1896 engerer Kontakt mit Theodor Philipsen
  • 1899 Studienreise nach Rom und Olevano
  • 1900 Teilnahme an der Weltausstellung in Paris
  • 1903 – 1905 Studienreise nach Neapel, Pompei und Civita d’Antino
  • ab 1905 regelmäßige Sommerreisen nach Faaborg und Winteraufenthalt in Kopenhagen
  • 1909 Studienreise nach Belgien, Paris und in die Niederlande und Besuch der Kunstnernes Statsunderstøttede Croquisskole
  • 1913 – 1914 Studienreise nach Neapel und Pompei
  • 1915 – 1919 regelmäßige Teilnahme bei der Grønningen Ausstellung
  • 1919 – 1921 Studienreise nach Rom und Civita d’Antino
  • 1927 – 1928 Studienreise nach Rom
  • 1928 Ernennung zum Ehrenbürger von Faaborg

Arbeiten & Werke

Hansens Werke wurden durch die Lehre bei Christian Zahrtmann und der Fünen Kunstkolonie beeinflusst. Er lernte früh die Plein-Air Malerei wie auch die realistische und naturalistische Darstellung seiner Umwelt. Im Verbund der Kolonie näherte sich der Stil der Gruppe durch den Einfluss Theodor Philipsen allmählich an den Impressionismus an und Hansen baute sein Kolorit nach mehreren Auslandsaufenthalten – allen voran die in Paris – weiter aus, sodass er bis heute für seine eindringliche Farbauswahl bekannt ist.

Doch auch auf seinen weiteren innereuropäischen Reisen sammelte er neue Eindrücke. Von enormer Bedeutung wurden seine Reisen nach Italien, die er in seinen Werken festhielt. Insgesamt zeichnen sich seine Arbeiten vornehmlich durch die Inszenierung mithilfe von Genrebildern oder Personenstaffagen aus. Letztere zeigen sich in seinen Szenerien aus den Straßen Kopenhagens. 1910 gründete sich das Faaborg Museum, welches eigens zur Ausstellung der Fünen Kunst-Kolonie konzipiert wurde.

Museen & Auszeichnungen

Hansens Werke wurden vielfach prämiert und ausgezeichnet. Neben zwei Medaillen auf der Weltausstellung 1893 in Chicago und 1900 in Paris, erhielt er zudem das Bielke-, Stoltenberg-und Raben-Levetzau-Stipendium sowie ein Reisestipendium der Akademie. 1928 wurde er zum Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Faaborg ernannt.

  • Statens Museum for Kunst, Dänemark
  • Den Hirschsprunske Samling, Dänemark
  • Faaborg Museum, Dänemark
  • Johannes-Larsen-Museum, Dänemark
  • David Collection, Dänemark
  • Ordrupgaard Museum, Dänemark
  • ARoS Aarhus Kunstmuseum, Dänemark
  • Randers Museum of Art, Dänemark
  • Trapholt Museum for Moderne Kunst, Dänemark
  • Vejle Kunstmuseum, Dänemark
  • Ribe Kunstmuseum, Dänemark
  • Kunsten Museum of Modern Art Aalborg, Dänemark
  • Brandts Kunstmuseum, Dänemark
  • Ny Carlsberg Glyptotek, Dänemark
  • Fuglsang Kunstmuseum, Dänemark
  • Kunstmuseum Tondern, Dänemark
  • Esbjerg Art Museum, Dänemark
  • Nationalmuseum Stockholm, Schweden
  • Göteborg Kunstmuseum, Schweden

Ausgewählte Literatur

Nachfolgend haben wir ein paar ausgewählte Links und Bücher aufgeführt, die uns bei der Arbeit und Recherche meistens weiterhelfen. In unserer Bibliothek haben wir nachfolgende Bücher (einige antiquarisch), die wir als erste Informationsquelle schätzen.

Maleren Peter Hansen. Sein Leben und Werk.

Grete Zahle
Faaborg Museum, 1991
Verlag F. Hendriksen´s Eft.
ISBN 87-88686-16-7
191 Seiten

Das malerische Jetzt – Peter Hansen & Martin Bigum

Gertrud Hvidberg-Hansen, Christian K. Madsen
Ausstellungskatalog Faaborg Museum und Sophienholm, 2018
ISBN 9788788686401
115 Seiten

Maler Peter Hansen

Karl Schou
Kunstverein Kopenhagen, 1938
192 Seiten

Ehemals bei RIECK

Peter Hansen gehört zu den Künstler, die wir sehr schätzen und mit ausgewählten Werken immer wieder in der Galerie zeigen. Besonders seine Studien und impressionistischen Personen- und Landschaftsszenen interessieren uns. Wir freuen uns, dass wir schon diverse dieser Arbeiten an Sammler und Freunde der skandinavischen Kunst vermitteln konnten.

Peter Hansen
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